Bitcoin Halving 2020 – Wir erklären was passiert

Knappheit trotz unbegrenzter Liquidität? Warum jetzt ein Bitcoin-Halving stattfindet, obwohl die ganze Welt nach Liquidität und einer Erhöhung der Geldmenge strebt. Warum dieser Prozess jetzt so wichtig ist und warum mehr Geld nicht immer vorteilhaft ist.

Um das Ereignis zu verstehen, ist zunächst zu klären, worum es sich beim Bitcoin-Halving handelt. Zunächst ist entscheidend, dass etwa alle zehn Minuten ein neuer Block gemined wird. Das Bitcoin-Halving findet statt, wenn alle 210.000 Blöcke, also alle 2.100.000 Minuten, was etwa vier Jahren entspricht, erreicht sind. Dabei wird eine Halbierung vorgenommen, was bedeutet, dass 50% weniger BTC erschaffen werden. Beim diesjährigen Bitcoin-Halving findet demnach eine Reduzierung von 12,5 auf 6,25 BTC statt. Aktive Händler haben mittels der Software Bitcoin Evolution schon spekulative Posistionen auf das Ereignis aufgebaut. Somit wurde beim letzten Bitcoin-Halving, welches im Juli 2016 stattfand eine Halbierung von 25 auf 12,5 BTC vorgenommen.

Prognose für das BTC Halving

Bezüglich des anstehenden Halvings gibt es zwei wesentliche Denkweisen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob das Halving bereits eingepreist ist. Vertreter der ersten Denkweise gehen davon aus, dass das Halving bereits eingepreist ist. Das bedeutet, dass vorhandene Informationen sofort eingepreist werden, da der Markt effizient ist. Daher wurde das Halving bereits bepreist, da alle Marktteilnehmer wissen, wann das Halving stattfindet. Aufgrund dessen sind kaum Änderungen des Kurses zu erwarten.

Innerhalb der zweiten Denkweise, wird die Meinung vertreten, dass noch keine Einpreisung stattgefunden hat. Hierbei wird noch auf die Auswirkungen des Halvings auf den Preis diskutiert. Des Weiteren kann das Halving von Investoren und Anlegern noch nicht abschließend bewertet werden. Zusätzlich wird das Argument angeführt, dass historische Ereignisse ebenfalls beachtet werden sollten, wenn es um den Kurs des Bitcoin-Halvings geht.

Um aber wieder auf die Anfangsfrage zurück zu kommen, also Knappheit trotz ständiger Erhöhung der Geldmenge, soll nun auf Quantitative Easing sowie der baldigen Reduzierung des Angebotes eingegangen werden. Beim Quantitative Easing wird Geld von den Zentralbanken direkt in die Wirtschaft eingeführt. Dieses Geld wird als digitales Geld erschaffen und beispielsweise dazu genutzt, um Staatsanleihen zu kaufen. Das Ziel des Quantitative Easing ist demnach die Investitionen in die Wirtschaft zu unterstützen. Des Weiteren profitieren Aktien und Finanzprodukte vom Quantitative Easing, da insgesamt mehr Geld zur Verfügung steht.

BTC Halving Chart

In der Konsequenz bedeutet dies jedoch, dass zwar eine Erhöhung der Geldmenge vorliegt, was aber auch dazu führt, dass die Kaufkraft verringert wird. Das lässt sich dadurch erklären, dass zwar insgesamt eine höhere Geldmenge vorliegt bzw. diese weiter ansteigt, das Einkommen der Leute aber nicht. Also ist die Leistung bzw. Produktivität des Staates geringer als die Erhöhung der Geldmenge, was in vielen Fällen in einer Inflation spürbar ist. Das heißt auch, dass die Produkte teurer werden, obwohl das Einkommen der meisten Leute sich nicht erhöht, sondern gleich bleibt. Und nun zurück zum bevorstehenden Bitcoin-Halving: Dieses führt zu einer Verringerung der Inflation, wodurch die Knappheit zu einer Stärke wird. Und diese Begrenzung der Bitcoins ist in keiner Weise von der Regierung oder der Zentralbank beeinflussbar. Schlussendlich kann festgehalten werden, dass, auch wenn eine starke Erhöhung der Geldmenge durch das Quantitative Easing stattfindet, und dadurch negative Folgen wie die Inflation entsteht, bleibt das Bitcoin-Halving, welches immer Stabilität wahrt.

 

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